Filice Mock Draft 2.0: Cowboys und Chiefs mit Trades in den Top 10
NFL.com-Analyst Gennaro Filice schickt in seiner zweiten Mock-Draft-Version die Dallas Cowboys und Kansas City Chiefs mit Trades in die Top 10. Cowboys geben Picks ab für höheren Zugriff, die Chiefs holen sich offensive Verstärkung.
Acht Tage vor dem NFL Draft in Pittsburgh hat NFL.com-Editor Gennaro Filice seine zweite Mock-Draft-Version veröffentlicht. Das Besondere: Filice baut zwei Trades in die Top 10 ein und lässt damit gleich mehrere Kontender den Spieß umdrehen. Die Dallas Cowboys tauschen nach oben, die Kansas City Chiefs sichern sich gleich zwei Erstrundenpicks.
Cowboys springen auf Pick 3 für David Bailey
Dallas geht laut Filice das ungewöhnliche Wagnis ein, beide Erstrundenpicks (Nr. 12 und Nr. 20) an die Arizona Cardinals abzugeben, um auf Pick 3 zu klettern. Ziel: David Bailey, Edge Rusher von Texas Tech und im College geteilter FBS-Spitzenreiter bei den Sacks. Den zusätzlichen Erstrundenpick hatten die Cowboys im Micah-Parsons-Trade erhalten, weshalb es laut Filice „narrativ stimmig“ sei, ihn nun in einen frischen Edge-Terror zu investieren.
Owner Jerry Jones hatte beim Annual League Meeting öffentlich über solche Bewegungen nachgedacht. Es ist die erste Cowboys-Doppelpremiere auf Position eins seit 2008. Arizona kassiert dafür zwei Picks und greift selbst auf Nummer 12 zu Tackle Francis Mauigoa.
Chiefs ziehen den Hebel zweimal
Kansas City handelt sogar zweifach. Brett Veach und Andy Reid schicken ihren Drittrundenpick (Nr. 74) nach Cleveland und springen drei Plätze nach vorn auf Pick 6, um Rueben Bain Jr. von Miami zu ziehen. Der Edge Rusher hatte das vergangene College Football Playoff fast im Alleingang gesprengt. Trotz unterdurchschnittlicher Armlänge passt er ins Profil von Defensive Coordinator Steve Spagnuolo, der bereits George Karlaftis trotz ähnlicher Maße zum 93-Millionen-Mann gemacht hat.
Ihren zweiten Erstrundenpick auf Position 29 (aus dem Trent-McDuffie-Trade mit den Rams) nutzen die Chiefs für Cornerback Colton Hood aus Tennessee. Nach dem Free-Agency-Abgang von Jaylen Watson zu den Los Angeles Rams ist die Position akut unterbesetzt. Hood gilt als Press-Man-Spezialist und damit als idealer Spagnuolo-Spieler.
Einordnung
Filice spielt mit seiner zweiten Version bewusst die Grauzone der Mock-Draft-Saison aus, in der echte Trades laut Jerry Jones zumindest „im Spiegel“ geprüft werden. Acht Tage vor Pittsburgh sind Bewegungen in den Top 10 keine reine Fantasie mehr, sondern realistische Optionen für Teams mit klarem Bedarf. Wer auf der Uhr ist, entscheidet sich am 23. April.