600 Millionen Dollar für 5 NFL-Spiele - Fox mischt den Markt auf
Fox konkurriert überraschend mit YouTube und Netflix um ein neues Fünf-Spiele-Paket der NFL für 2026. Der Wert wird auf über 600 Millionen Dollar geschätzt.
Neue TV-Schlacht: Fox greift nach Netflix und YouTube
Der Kampf um die Fernsehrechte wird zum Schachspiel. Die NFL versteigert ein neues Paket von fünf Spielen für 2026, und Fox setzt überraschend zum Gegenschlag an. Der Sender konkurriert mit YouTube und Netflix um attraktive Termine - ein Signal, das dem anhaltenden Trend zum Streaming trotzt.
Das Paket ist ein Menü der Extraklasse: Week-1-Spiel in Australien, Thanksgiving Eve, das zweite Black-Friday-Match oder ein Christmas-Eve-Spektakel. Die NFL hat Bietern mehr als fünf Spiele zur Auswahl vorgelegt. Der geschätzte Marktwert liegt über 600 Millionen Dollar - nicht schlecht für fünf Termine, wenn man bedenkt, dass ein einzelnes Regular-Season-Spiel kürzlich rund 100 Millionen einbrachte.
Der Kartellrechts-Druck wächst
Doch hinter diesem Bieterkrieg steckt mehr als nur kommerzielle Gier. Die NFL gerät unter kartellrechtlichen Druck. Das US-Justizministerium ermittelt gegen die Liga wegen möglicher Wettbewerbsverstöße. Noch brisanter: FCC-Chef Brendan Carr stellt die langjährige Kartellrechts-Ausnahme der NFL infrage - ein Status, der die Liga seit 1961 protegiert.
Das zentrale Argument der Kritiker: Spiele hinter Bezahlschranken verstoßen gegen den Geist des Sports Broadcasting Act. Netflix und YouTube bedeuten für breite Bevölkerungsschichten eine Zahlmauer. Fox könnte diese Hürde senken - und damit auch die politische Kritik.
Fox-Eigentümer Murdoch blickt nach Australien
Ein weiterer Faktor: Rupert Murdoch, der Eigentümer von Fox, hat australische Wurzeln. Das Week-1-Spiel in Australien dürfte sein besonderes Interesse wecken.
Branchenkenner gehen davon aus, dass die NFL einen Rabatt von bis zu 20 Prozent akzeptieren könnte, wenn dafür ein Spiel auf Fox statt hinter einer Paywall stattfindet. Das ist vollkommen neue Einnahme, nicht umverteilt aus bestehenden Verträgen. Ein cleverer Deal: Die NFL wirkt kartellrechts-konform, verdient trotzdem deutlich hinzu, und Fox profiliert sich als Freund der Fan-Basis.