Barret Robbins gestorben: Raiders-Legende wird 52 Jahre alt

Barret Robbins, früherer Center der Oakland Raiders und zweifacher All-Pro, ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Robbins war in seiner Hochphase einer der besten Offensive Linemen der NFL, sein Leben war jedoch von persönlichen Tragödien geprägt.

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Mariano Glas

Die NFL-Welt trauert um Barret Robbins. Der frühere Center der Oakland Raiders ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Das Team bestätigte den Tod des zweifachen All-Pro-Spielers.

Einer der besten Center seiner Ära

Robbins galt in seiner Hochphase als einer der dominantesten Center der NFL. Für die Saison 2002 wurde er ins All-Pro-Team gewählt und war ein zentraler Bestandteil der Offensive Line, die die Raiders in jener Spielzeit bis in den Super Bowl führte. Er spielte insgesamt acht Spielzeiten für Oakland und war bekannt für seine Athletik und Führungsqualitäten auf dem Feld.

Das Verschwinden vor Super Bowl XXXVII

Was seiner Karriere ein tragisches Ende setzte, war sein Verschwinden in der Nacht vor Super Bowl XXXVII im Januar 2003 in San Diego. Robbins tauchte am Spieltag nicht auf, nachdem er die Nacht zuvor vermisst worden war. Die Raiders traten ohne ihren Starting-Center gegen die Tampa Bay Buccaneers an und verloren das Spiel deutlich mit 21:48. Es war der tiefste Punkt in einer Karriere, die kurz davor gestanden hatte, mit dem größten Titel des Sports gekrönt zu werden.

Im Nachgang des Vorfalls wurde öffentlich bekannt, dass Robbins an einer bipolaren Störung litt. Er schilderte in Interviews, wie die unbehandelte Erkrankung in jener Nacht eine akute Krise ausgelöst hatte. Sein Fall trug dazu bei, das Bewusstsein für psychische Erkrankungen im Profisport zu schärfen.

Schwieriger Weg nach der NFL

Nach dem Ende seiner Karriere hatte Robbins mit erheblichen persönlichen Problemen zu kämpfen. Er wurde mehrfach strafrechtlich verfolgt und verbrachte Zeit im Gefängnis. Dennoch setzte er sich in späteren Jahren öffentlich für das Thema psychische Gesundheit ein und sprach offen über seinen langen Kampf mit der bipolaren Erkrankung.

Die Raiders-Organisation würdigte Robbins als Teil ihrer Geschichte und sprach der Familie ihr Beileid aus. Sein Name bleibt untrennbar mit einer der dramatischsten Episoden in der Geschichte des Super Bowl verbunden.

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