Raiders-Legende Rod Martin mit 72 Jahren gestorben

Linebacker Rod Martin, zweifacher Super-Bowl-Champion mit den Raiders und Rekordhalter für die meisten Interceptions in einem Super Bowl, ist im Alter von 72 Jahren gestorben.

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Mariano Glas

Las Vegas Raiders-Legende Rod Martin ist tot. Der Linebacker starb im Alter von 72 Jahren. Die Franchise gab seinen Tod am Montag in einer offiziellen Stellungnahme bekannt, ohne eine Todesursache zu nennen.

Super Bowl XV

Martins Name ist untrennbar mit einem der denkwürdigsten Auftritte in der Geschichte des Super Bowls verbunden. Am 25. Januar 1981 schnappte er sich im Super Bowl XV gegen die Philadelphia Eagles drei Pässe von Quarterback Ron Jaworski -- eine Leistung, die bis heute als Rekord für die meisten Interceptions in einem einzigen Super Bowl gilt. Oakland gewann das Spiel mit 27:10 und holte damit den zweiten Lombardi-Titel der Franchise-Geschichte. Martin landete daraufhin auf dem Cover des Sports Illustrated. Den Super-Bowl-MVP erhielt allerdings Quarterback Jim Plunkett, obwohl Martin der Mann des Abends gewesen war. "Wie kann die Person, die diese Pässe abgefangen hat, nicht zum MVP gewählt werden?", sagte Martin Jahre später gegenüber der Los Angeles Times. Den vermeintlichen Affront nahm er als Antrieb: "Es hat mich nur dazu gebracht, noch härter zu spielen."

Karriere und Vermächtnis

Martin wurde 1977 in der 12. Runde von den damaligen Oakland Raiders gedraftet -- ein später Pick, der sich als einer der größten Zufallstreffer der Franchise erweisen sollte. In 12 NFL-Saisons bestritt er 165 Spiele, 147 davon als Starter. Er fing 14 Pässe ab, kehrte Interceptions für insgesamt 225 Yards und vier Touchdowns zurück und verzeichnet nach heutiger Zählung 56,5 Sacks. Zweimal wurde er in den Pro Bowl gewählt, 1983 und 1984 erhielt er All-Pro-Auszeichnungen.

Drei Jahre nach Super Bowl XV holte Martin mit den inzwischen nach Los Angeles umgezogenen Raiders im Super Bowl XVIII seinen zweiten Titel -- ein 38:9 gegen Washington. Nach dem Ende seiner Karriere 1988 kehrte er an seine Alma Mater USC zurück und arbeitete als Programmierer am Information Sciences Institute der Universität. Martin hinterlässt seine Frau Devin sowie die Töchter Jessica und Jade.

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