Brissett boykottiert Cardinals-OTAs und fordert Vertragsverlängerung
Quarterback Jacoby Brissett nimmt nicht am Offseason-Programm der Arizona Cardinals teil. Berichten zufolge übt er damit Druck auf den Club aus, um eine Vertragsverlängerung zu erwirken.
Jacoby Brissett schickt den Arizona Cardinals eine klare Botschaft: Der Quarterback erscheint nicht zu den freiwilligen OTA-Einheiten des Offseason-Programms. Laut übereinstimmenden Berichten von ESPN und CBS Sports hängt seine Abwesenheit direkt mit dem Wunsch nach einer Vertragsverlängerung zusammen.
Druckmittel kurz vor dem Draft
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Cardinals stehen kurz vor dem NFL Draft 2026 und könnten in der ersten Runde einen Quarterback auswählen. Brissett nutzt genau dieses Momentum, um seine Verhandlungsposition zu stärken. Wer einen neuen Rookie-QB verpflichtet, braucht erfahrene Backup-Hilfe hinter ihm, und Brissett weiß das.
Derzeit läuft ein bestehender Vertrag des 33-Jährigen bei Arizona. Als Backup- und Bridge-Quarterback hat er sich in der Liga über Jahre einen soliden Ruf erarbeitet. Er war Starter in Indianapolis, Cleveland und New England, bevor er in die Backup-Rolle gewechselt ist. Sein Marktwert als Veteran ist durchaus real.
Was bedeutet das für Arizona?
Für Head Coach Jonathan Gannon und General Manager Monti Ossenfort ist die Situation eine weitere Variable in einem bereits komplexen Offseason-Puzzle. Arizona hat im vergangenen Jahr mit Kyler Murray auf den Langzeit-Starter gesetzt, doch die Tiefe hinter ihm bleibt ein Thema. Brissetts Fehlen bei den OTAs schadet dem Teamgefüge zwar nicht unmittelbar, sendet aber ein Signal, das die Führung nicht ignorieren kann.
Freiwillige OTAs haben keine Konsequenzen für das Gehalt, sie sind allerdings wichtig für die Chemie und die Installation neuer Spielzüge. Sollte Brissett auch beim Pflichtminicamp im Juni fehlen, würde das die Lage deutlich eskalieren. Bis dahin liegt der Ball im Feld der Cardinals-Führung.