NFL Draft 2026 wird voraussichtlich besonders trade-intensiv
Experten und NFL-Executives erwarten beim Draft 2026 in Pittsburgh überdurchschnittlich viele Trades. Der Grund: mangelnde Tiefe in späteren Runden zwingt Teams zu kreativem Tauschhandel.
Pittsburgh wird zum Trade-Zentrum
Nach 78 Jahren kehrt der NFL Draft nach Pittsburgh zurück - und Experten erwarten eines der trade-intensivsten Draft-Events der jüngeren Vergangenheit. Vom 23. bis 25. April werden Teams in der Steel City ihre Strategien umsetzen, wobei sich der Fokus besonders auf die erste Hälfte von Runde 1 konzentrieren dürfte. „One of the more trade-heavy drafts in recent memory“, prognostiziert Draft-Insider Jordan Schultz.
Der Grund für die erwartete Handelsflut liegt in einer fundamentalen Verschiebung der Draft-Architektur: Es gibt große Lücken in der Talenttiefe nach der ersten Runde. Teams werden daher aggressiv versuchen, zusätzliche Picks in den Tagen 2 und 3 zu akquirieren - durch Trades nach unten in Runde 1. Zum Vergleich: 2025 gab es nur einen Trade in den Top 20, 2024 waren es gerade mal zwei. Diesen April könnte sich das dramatisch ändern.
Elite-Talente in Defense und Receiver
Die Nachfrage konzentriert sich auf klare Positionen. Auf der defensiven Seite dominieren Pass Rusher wie Rueben Bain Jr. von Miami und David Bailey aus Texas Tech die Gespräche. Cornerbacks und Linebacker sind ebenfalls begehrt. Offensiv sticht eine breite Receiver-Klasse heraus mit Spielern wie Carnell Tate (Ohio State), Makai Lemon (USC) und Denzel Boston (Washington). Bei den Offensive Tackles fehlt es hingegen an Elite-Profilen - Francis Mauigoa (Miami) und Monroe Freeling (Georgia) sind Ausnahmen.
Die Draft-Architekten und ihre Strategien
Die Pittsburgh Steelers gehen als Favoriten in ihre Heimat: Das Team hält 12 Picks - mehr als jedes andere Franchise. Das könnte aggressives Traden ermöglichen. Clubs wie die Dallas Cowboys könnten für einen Elite-Edge-Rusher in den oberen Bereich traden, während die Cleveland Browns mehrfach nach unten wechseln könnten, um ihre Sammlung zu vergrößern.