NFL Offseason: Die fünf größten Rosterlücken nach der Free Agency

Die erste Welle der NFL Free Agency 2026 ist durch. Verträge wurden unterzeichnet, Stars haben die Teams gewechselt, Lücken wurden gestopft. Aber eben nicht alle. Wer die aktuelle Rosteranalyse von NFL.com liest, stellt fest: Mehrere Franchises stehen mit empfindlichen Schwachstellen da, die bis zum Draft am 23. April gelöst werden müssen.

**New England Patriots: Pass Rush ohne Feuer**

Die Patriots haben mit Romeo Doubs einen Receiver hinzugewonnen, doch das eigentliche Problem liegt an der Defensive Line. Der Abgang von K'Lavon Chaisson wurde durch die Verpflichtung von Dre'Mont Jones kaum kompensiert. Was New England wirklich fehlt: ein echter Sack-Spezialist. Mike Vrabel hat die Idee, Pick 31 in einen Edge Rusher zu investieren, oder noch aggressiver: einen Trade für Maxx Crosby anzustreben. Veteranen wie Joey Bosa, Haason Reddick und Cameron Jordan sind noch verfügbar und könnten als Überbrückungslösung dienen.

**Chicago Bears: Secondary komplett ausgeblutet**

Die Bears haben nach einer starken 11-6-Saison unter Neu-Coach Ben Johnson den nächsten Winter konstruktiv angegangen, aber die Defensive Backfield wurde durch die Free Agency brutal dezimiert. Pro-Bowl-Corner Nahshon Wright ist weg, dazu vier Safeties inklusive der Stammspieler Kevin Byard und Jaquan Brisker. Die Zugänge Coby Bryant und Cam Lewis reichen bei weitem nicht aus. Mit Pick 25 müssen die Bears eine klare Priorität setzen, während parallel ein Handeltarget in der Datenbank stehen sollte, etwa Denzel Ward oder Budda Baker.

**Tennessee Titans: Wer soll Cam Ward die Bälle werfen?**

Die Titans kennen die Formel: junger Quarterback plus echte Nummer-eins-Option aussen gleich Durchbruch. Josh Allen hatte Stefon Diggs, Jalen Hurts bekam A.J. Brown. Cam Ward wartet noch auf seinen Partner. Wan'Dale Robinson aus der Free Agency und ein umstrukturierter Vertrag für Calvin Ridley sind kein WR1-Angebot. Tennessee hält Pick 4 und könnte handeln: A.J. Brown kehrt möglicherweise zurück, Brian Thomas Jr. ist im Gespräch, DK Metcalf und Chris Olave sind ebenfalls gehandelte Namen. Alternativ bleibt ein Trade nach hinten mit Extra-Picks, um in Runde zwei einen Receiver wie Omar Cooper Jr. zu greifen.

**Tampa Bay Buccaneers: Edge Rush fehlt Zug**

Die Bucs erzeugten in der vergangenen Saison zwar Druck auf den gegnerischen Quarterback, aber die Sack-Quote blieb mit 5,8 Prozent weit unter dem Leistungsversprechen. YaYa Diaby führte das Team mit gerade einmal sieben Sacks an, der letzte Buc mit zweistelliger Sack-Zahl war Shaquil Barrett 2021. Die Verpflichtung von Al-Quadin Muhammad ist ein Einjahrspflaster. Fast jede aktuelle Mock-Draft-Analyse schickt Tampa Bay bei Pick 15 zu einem Edge Rusher, darunter Keldric Faulk aus Auburn oder Akheem Mesidor aus Miami.

**Jacksonville Jaguars: Drei Löcher in der zweiten Reihe**

Die Jaguars haben 2025 ihre beste Saison seit 1999 gespielt, 13 Siege, eine völlig verbesserte Defense. Doch die Offseason hat das Gerüst erschüttert. Safety Andrew Wingard, Pro-Bowl-Linebacker Devin Lloyd und Starting-Corner Greg Newsome II sind alle weg. Das ist kein einzelnes Loch, das ist ein Krater. Ohne Erstrundenpick muss Jacksonville mit seinen vier Day-2-Picks gezielt vorgehen. Gleichzeitig könnten günstige Veteranen wie Bobby Wagner oder Trevon Diggs als kurzfristige Lösungen einspringen.

Der Draft beginnt am 23. April. Für diese fünf Teams gilt: Wer in der ersten Runde falsch liegt, bezahlt den ganzen Sommer dafür.

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