Top-Prospect Mendoza verzichtet auf Draft-Event in Pittsburgh

Indianas Heisman-Gewinner Fernando Mendoza wird den NFL Draft am Donnerstag in Pittsburgh nicht persönlich miterleben. Der Konsens-Topfavorit auf den ersten Pick bleibt bei seiner Familie in Miami.

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Football HQ Redaktion

Der projizierte Nummer-eins-Pick des NFL Draft 2026 wird am Donnerstagabend nicht in Pittsburgh sein. Fernando Mendoza, Quarterback der Indiana Hoosiers und Heisman-Trophy-Gewinner, verbringt den Abend zu Hause in Miami im engsten Familienkreis.

Familie vor Bühne

Den Ausschlag gibt die gesundheitliche Situation von Mendozas Mutter Elsa, die seit über 15 Jahren mit Multipler Sklerose lebt und inzwischen auf einen Rollstuhl angewiesen ist. „Meine Mutter wollte es wirklich zu Hause machen, und meine Eltern auch. Mit der familiären Situation ist das für uns deutlich einfacher“ sagte Mendoza in der Rich Eisen Show. Am Morgen nach dem Draft muss er ohnehin in den Flieger zu seinem neuen Team.

Vom Cal-Transfer zum Topfavoriten

Mendoza kam 2025 von den California Golden Bears nach Indiana und führte die Hoosiers zu einer ungeschlagenen Saison samt National Championship gegen Miami. 3.535 Passing Yards, 41 Touchdowns und nur sechs Interceptions bei 72 Prozent Completion Rate reichten für die Heisman Trophy und den ligaweiten Spitzenwert bei den Touchdown-Pässen.

Die Las Vegas Raiders halten den ersten Pick und gelten als klare Abnehmer. Dass Mendoza direkt in Woche 1 startet, ist allerdings offen. Minderheitseigner Tom Brady und General Manager John Spytek bevorzugen eine Entwicklungsphase hinter einem Veteranen. Für genau diese Rolle haben die Raiders Kirk Cousins verpflichtet.

Nicht allein mit seinem Verzicht

Mendoza ist mit seiner Entscheidung nicht allein. Der letzte projizierte Top-Quarterback, der dem Draft fernblieb, war 2021 Trevor Lawrence, damals Nummer eins der Jacksonville Jaguars. Auch andere Prospects des diesjährigen Jahrgangs haben die Reise nach Pittsburgh abgesagt und feiern im Kreis ihrer Familien. Für Mendoza ist der Grund konkret. „Ich wollte die Erinnerung mit allen schaffen, die in meine Football-Karriere investiert haben. Mentoren, Coaches, Familie, Freunde. Das ist die beste Erinnerung, die ich machen kann, statt sie auf zehn oder zwölf Leute in Pittsburgh zu begrenzen“ so der Quarterback.

ESPN bekommt trotzdem seine Bilder. Kameras sind im Haus in Miami, wenn Commissioner Roger Goodell am Donnerstagabend um kurz nach zwei Uhr deutscher Zeit den ersten Namen des Drafts aufruft.

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