NFLPA-Chef Tretter gegen 18-Spiele-Saison: 'Werden unsere Spieler verteidigen'
Der neue NFLPA-Geschäftsführer JC Tretter hat sich klar gegen eine Ausweitung der regulären Saison auf 18 Spiele positioniert. Die Gewerkschaft werde erst verhandeln, wenn sie bereit sei.
Die NFL Players Association hat eine deutliche Botschaft an die Liga-Bosse geschickt. Der neue Geschäftsführer JC Tretter lehnt die Ausweitung der regulären Saison auf 18 Spiele zum jetzigen Zeitpunkt kategorisch ab. In einem Interview mit The Athletic stellte Tretter klar, dass die Gewerkschaft nicht verhandeln werde, bevor sie dafür bereit sei.
Vom Spielfeld an die Spitze der Gewerkschaft
Tretter wurde am 18. März zum neuen Executive Director der NFLPA gewählt. Der ehemalige Center spielte mehrere Jahre für die Cleveland Browns und studierte an der Cornell University Arbeitsbeziehungen. Vor seiner Wahl zum Geschäftsführer war er bereits NFLPA-Präsident und Chief Strategy Officer der Spielergewerkschaft. Er kennt beide Seiten des Verhandlungstisches.
CBA gibt der Gewerkschaft Vetorecht
Der aktuelle Collective Bargaining Agreement läuft bis 2030 und schreibt fest, dass jede Erweiterung des Spielplans die Zustimmung der NFLPA erfordert. Die Liga darf nicht einseitig Spiele hinzufügen. Genau diese Regelung nutzt Tretter als Hebel. Die NFL hatte zuletzt Signale gesendet, bereits ab der Saison 2027 auf 18 Partien aufzustocken. Das Datum für den Super Bowl im Februar 2028 steht bewusst noch nicht fest.
Für die Spieler geht es um mehr als Terminplanung. Zusätzliche Spiele bedeuten höhere Verletzungsrisiken und kürzere Karrieren. Als mögliche Gegenleistung gilt eine zweite Bye Week, die den Spielern mehr Erholungszeit verschaffen würde. Tretter machte jedoch deutlich, dass die Gewerkschaft erst in Verhandlungen einsteigen werde, wenn sie eine klare Strategie habe. Die NFL dürfe gerne anfragen. Die Antwort werde vorerst Nein lauten.