Tush Push bleibt: NFL verzichtet auf Verbot des umstrittenen Spielzugs

Der umstrittene Tush Push der Philadelphia Eagles bleibt auch 2026 erlaubt. Die NFL-Besitzer setzen den Spielzug nicht einmal auf die Agenda.

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Mariano Glas

Der berüchtigte Tush Push bleibt im Repertoire der NFL. Kein einziger Regelvorschlag auf dem Besitzertreffen in Phoenix Ende März zielt auf ein Verbot des umstrittenen Spielzugs ab.

Ein Spielzug spaltet die Liga

Der Tush Push ist im Kern ein Quarterback Sneak mit Nachdruck. Der Quarterback stellt sich direkt hinter den Center, und mehrere Mitspieler schieben ihn von hinten über die Line of Scrimmage. Die Philadelphia Eagles haben diesen Spielzug unter Jalen Hurts zur Kunstform erhoben. Die Erfolgsquote liegt bei über 90 Prozent auf kurze Distanz, was den Tush Push zum wohl effektivsten Spielzug der gesamten Liga macht.

Genau diese Dominanz hat in den vergangenen Jahren für hitzige Debatten gesorgt. Mehrere Teams drängten auf ein Verbot, weil sie den Spielzug als unfairen Vorteil betrachten. Die Kritiker argumentieren, dass die massenhafte Schieberei ein Verletzungsrisiko darstellt und den sportlichen Wettbewerb verzerrt. Die Befürworter halten dagegen, dass jedes Team den Spielzug kopieren könnte, es aber nur wenige mit dem nötigen Personal und der Präzision umsetzen.

Kein Thema in Phoenix

Dass die NFL-Besitzer den Tush Push auf ihrem Treffen vom 29. März bis 1. April nicht einmal auf die Agenda setzen, spricht Bände. Die Liga hat offenbar akzeptiert, dass der Spielzug zum modernen Football gehört. Statt Verbote auszusprechen, liegt es an den Defensive Coordinators, eine Antwort zu finden.

Die Eagles dürfen also weiter schieben, und der Rest der Liga darf weiter darüber stöhnen.

Beteiligte Teams

Erwähnte Spieler

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