NFL prüft Onside-Kick-Regeländerung: Deklaration jederzeit möglich
Das Competition Committee der NFL schlägt vor, den Onside Kick jederzeit im Spiel zu erlauben. Bisher durften Teams den Spielzug nur bei Rückstand deklarieren.
Das Competition Committee der NFL will den Onside Kick grundlegend liberalisieren. Laut dem offiziellen Regelvorschlag für die Saison 2026 soll es Teams künftig erlaubt sein, einen Onside Kick zu jedem Zeitpunkt im Spiel zu deklarieren, unabhängig vom Spielstand.
Was sich ändern würde
Die bisherige Regelung ist schrittweise gewachsen. Als die NFL 2024 die neuen Kickoff-Regeln einführte, mussten Teams einen Onside Kick vorab anmelden und durften ihn nur im vierten Viertel bei Rückstand einsetzen. 2025 fiel die Beschränkung auf das vierte Viertel. Jetzt soll auch die letzte Einschränkung fallen. Führende Teams könnten den Spielzug ebenfalls nutzen.
In der Praxis dürfte sich wenig ändern. Die Erfolgsquote beim Onside Kick liegt bei unter 10 Prozent. Ein gescheiterter Versuch schenkt dem Gegner exzellente Feldposition. Kein Team wird dieses Risiko bei einer Führung leichtfertig eingehen. Trotzdem öffnet die Regel neue strategische Möglichkeiten, etwa nach einem schnellen Touchdown, wenn die Dynamik auf der eigenen Seite ist.
Weitere Vorschläge auf dem Tisch
Der Onside Kick ist nicht der einzige Regelvorschlag. Das Competition Committee will außerdem die Anreize für absichtliche Out-of-Bounds-Kicks bei Kickoffs von der 50-Yard-Linie eliminieren und Liga-Personal bei Ejection-Entscheidungen beratend hinzuziehen. Cleveland hat zudem beantragt, Draft Picks bis zu fünf Jahre in die Zukunft handeln zu dürfen.
Über alle Vorschläge stimmen die Teambesitzer beim Annual League Meeting ab, das vom 29. März bis 1. April in Phoenix stattfindet. Für eine Regeländerung sind mindestens 24 von 32 Stimmen nötig.